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Was uns Papstplakate in Rom lehren können

Was uns Papstplakate in Rom lehren können

Über linke kirchliche Eliten und ihre faschistischen Medien
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Am 5. Februar 2017 konnte man in den Nachrichten lesen, dass in der Nacht zuvor von Unbekannten überall in Rom papstkritische Plakate angebracht worden sind. Der Wortlaut der Plakate war folgender:

He Franz, du hast die Kongregationen unter Aufsicht gestellt, Priester entfernt, den Malteserorden und die Franziskaner der Immakulata enthauptet, Kardinäle ignoriert ... Aber wo ist deine Barmherzigkeit ?

Der Papst
selbst soll recht gelassen auf diese Plakate reagiert haben, deren Plakatierung von angeblich „konservativen Kreisen" der katholischen Kirche organisiert worden seien. So berichteten es jedenfalls damals durchweg alle gängigen linksliberalen, kirchlichen Medien. Journalisten von domradio.de schrieben dazu einen Artikel mit gar folgendem Inhalt und Titel:

Polizei ermittelt wegen papstkritischer Plakate in Rom... Die italienische Polizei entfernte am Samstag insgesamt mehr als 200 Plakate in mehreren Stadtvierteln, auch in der Nähe des Vatikan. Konkrete Hinweise auf die Täter gab es zunächst nicht. Eine Sondereinheit für Extremismusbekämpfung hat die Ermittlungen aufgenommen (!). Italienische Medien vermuten hinter der Aktion konservative kirchliche Kreise, die den Reformkurs von Franziskus ablehnen.

Journalisten aus Österreich berichteten folgendes:

Die Urheber der Aktion blieben zunächst unbekannt. Beobachter vermuten dahinter konservative kirchliche Kreise. Der Text des Plakats spielt offensichtlich auf Vorgänge an, die in diesen Kreisen zu Kritik am Papst geführt hatten; etwa den Brief von vier Kardinälen an den Papst, die Zweifel an seinem Schreiben 'Amoris Laetitia' äußerten und keine Antwort erhielten.

Sehr interessant ist der Kommentar von Bernd Hagenkorn, dem Leiter der deutschen Redaktion von Radio Vatikan, der folgendes laut einem Artikel der Welt äußerte:

Die Fälle, die da ineinandergerührt werden, sind sehr verschieden und haben nichts miteinander zu tun, außer dass der Papst der Handelnde ist. Man kann sich vorstellen, woher es kommt. Es sind diejenigen, welche auf Einhaltung von Regeln achten, wenn der Papst das aber tut, ihn auf Barmherzigkeit hinweisen. Und wenn der Papst barmherzig ist, dann wollen sie die Regeln. Je nach eigener Problemlage.

Anhand dieser ausgewählten Artikel kann man sehr gut erkennen, welche unleugbare Verwirrung und welche fast schon als faschistisch zu bezeichnende Einstellungen das sog. „Jahr der Barmherzigkeit" bei Katholiken hinterlassen hat.

Die Ermittlungen der italienischen Polizei in Rom haben bisher und nach unserer Recherche zu keinerlei Ergebnissen geführt. Von daher wäre nun wohl im Gegenzug der logische nächste Schritt der konservativen Katholiken eine Klage wegen übler Nachrede und Verleumdung einzureichen und eine Sondereinheit für Extremismusbekämpfung zu domradio.de, katholisch.at und zur deutschen Redaktion von Radio Vatikan zu schicken. Aber zum Glück gab es ja das Jahr der Barmherzigkeit...

Wir würden Katholiken jedenfalls dringend anraten, sich sowohl von erzkonservativen, als auch von widerwärtigen linksfaschistischen Kreisen mit allen Kräften explizit distanzieren - sprich am besten gleich aus der Kirchenorganisation austreten - da man anscheinend auf jegliche Art derzeit in der katholischen Welt in echte Gefahr läuft, eine Sondereinheit für Extremismusbekämpfung zu sich geschickt zu bekommen.

Laut Artikel der Welt wurden die Plakate übrigens ungewöhnlich schnell entfernt:

..wenige Stunden später sind die Poster verschwunden, von der Stadtreinigung entfernt. „Weil sie widerrechtlich aufgehängt wurden“, sagt ein Beamter in Zivil, der mit Kollegen ein Poster nach dem anderen inspiziert. „Da drüben ist noch eins“, sagt er und eilt weiter. Wer in Rom lebt, weiß, dass solche Dinge in der Ewigen Stadt normalerweise ziemlich schleppend laufen. Doch die Kritik überlebt nicht lange. Sie wird einfach weggeschrubbt.

Was nicht weggeschrubbt wurde und von diesem Vorfall bleibt - ein Vorfall der durchaus an die Geschwister Scholl aus dem Jahre 1943 in München erinnert - ist eine ganz offensichtliche Unfähigkeit so einiger Katholiken und deren bewusst manipulativen Medien zur Kritik. Man sollte ihnen raten, sich ein wenig mehr an die Worte einer Touristin beim Anblick der italienischsprachigen Plakate zu halten:

Ich verstehe nicht, was da draufsteht, aber mein Freund heißt auch Franz





 
von Martin D., akkreditierter und unabhängiger, investigativer Journalist aus Europa, der derzeit an einem Buch über die Wandlung der Massenmedien in agendahafte politische Akteure schreibt.

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